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Nintendo Music holt CarPlay, iPad-App und Siri-Integration nach

Nintendos Musik-App wird erwachsen: Mit dem neuesten Update kommt die App aufs Auto-Dashboard, auf das iPad und unterstützt Siri. Ein überraschend offener Schritt des Konsolen-Giganten.

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Codekiste Redaktion2. Juni 2026

Nintendo Music holt CarPlay, iPad-App und Siri-Integration nach

Nintendo ist traditionell ein Unternehmen, das sein eigenes Ökosystem streng bewacht und Neuerungen oft eher zögerlich angeht. Mobile Apps jenseits der eigenen Konsolen gab es lange Zeit nur spärlich, und wenn, dann oft in stark abgespeckter Form. Umso bemerkenswerter ist der neue große Update-Schub für die „Nintendo Music“-App: Mit der neuesten Version zieht die Soundtrack-Sammlung endlich in die Auto-Dashboards, auf das iPad und in die Sprachsteuerung ein. Ein überraschend offener Schritt des Kyoto-Konzerns.

Vom Smartphone aufs Auto-Dashboard: CarPlay-Support

Die wohl spannendste Neuerung ist die Integration von Apple CarPlay. Wer viel unterwegs ist, kennt das Problem: Die native Musikauswahl im Auto ist oft limitiert, und das Bedienen des Smartphones während der Fahrt ist ein absolutes No-Go. Mit dem CarPlay-Update landet Nintendo Music direkt im Interface des Auto-Displays. Nutzer können dort durch ihre Bibliothek blättern, kuratierte Playlists entdecken, nach bestimmten Game-Soundtracks suchen und sogar im Offline-Modus lauschen – eine Funktion, die für Tunnelstrecken oder Gebiete mit schwacher Netzabdeckung unverzichtbar ist.

Besonders reizvoll: Wer möchte, kann nun bei der Fahrt zur Arbeit den epischen Soundtrack von The Legend of Zelda: Breath of the Wild oder die entspannten Melodien aus Animal Crossing hören. Die Implementierung ist laut Nintendo vollumfänglich, bietet also dieselben Funktionen wie die iPhone-App. Das macht die App plötzlich zu einem ernstzunehmenden Begleiter im Auto – zumindest für Fans der japanischen Videospiel-Geschichte.

Native iPad-App und Siri-Integration

Neben dem Auto gibt es auch auf dem heimischen Couchtisch ein Upgrade. Bisher mussten iPad-Nutzer mit einer hochskalierten iPhone-App Vorlieb nehmen – eine Lösung, die auf dem großen Bildschirm oft wie ein Fremdkörper wirkte und die UI nicht optimal ausnutzte. Mit dem Update liefert Nintendo nun eine eigenständige, an das iPad-Ökosystem angepasste Version nach. Ein Schritt, der zwar längst überfällig war, aber dennoch positiv aufgenommen wird.

Abrundet wird das Update durch die Siri-Unterstützung. Sprachsteuerung ist längst Standard, besonders im Kontext von CarPlay aber unabdingbar. „Hey Siri, spiele den Soundtrack von Super Mario Odyssey“ – das funktioniert nun out of the box und erhöht die Sicherheit und den Komfort bei der Bedienung im Auto erheblich.

Ein strategischer Schachzug für Switch Online

Nintendo Music gibt es nicht einfach kostenlos. Die App ist exklusiv an ein „Nintendo Switch Online“ (NSO) Abo geknüpft. Die Mitgliedschaft wird von vielen Spielern oft kritisiert, da der Mehrwert im Vergleich zur Konkurrenz (wie PlayStation Plus oder Xbox Game Pass) häufig als gering wahrgenommen wird. Nintendo Music ist hier ein kluger Schachzug: Die App erweitert den Nutzen des Abos auf einen Bereich jenseits des reinen Spielens. Durch die Verfügbarkeit auf CarPlay und iPad wird dieser Mehrwert nun noch sichtbarer und alltagstauglicher.

Auch das Timing ist kein Zufall. Zeitgleich zum Update wurde der Soundtrack zu Mario Kart World hinzugefügt – passend zur bevorstehenden Veröffentlichung der Nintendo Switch 2. Nintendo nutzt die aktuelle Hype-Welle geschickt, um die Attraktivität seines Ökosystems zu pushen.

Kritische Einordnung: Was fehlt?

So positiv die Schritte in Richtung Apple-Ökosystem auch sind, es bleibt ein Wermutstropfen: Von Android Auto ist in den Release Notes weiterhin keine Rede. Zwar ist die Apple-Integration für iOS-Nutzer grandios, doch die Ignoranz der Konkurrenz-Plattform im Auto-Bereich schließt eine große Nutzergruppe aus. Zudem bleibt die App an das NSO-Abo gekoppelt – wer nicht Mitglied ist, hat keinen Zugriff. Ein eigenständiges, kostenpflichtiges Abo für Nintendo Music, ähnlich wie es andere Anbieter im Markt etabliert haben, wäre ein interessanter zukünftiger Schritt, scheint aber aktuell nicht in Nintendos Interesse zu liegen.

Fazit

Mit CarPlay, nativer iPad-App und Siri holt Nintendo Music endlich dort an, wo moderne Streaming-Dienste schon lange angekommen sind. Die App wandelt sich vom reinen Nischenprodukt für Hardcore-Fans zu einem alltagstauglichen Begleiter auf dem Weg zur Arbeit. Es zeigt, dass Nintendo bereit ist, sein Ökosystem schrittweise zu öffnen – solange es den eigenen Abodiensten zugutekommt. Für Switch-Online-Mitglieder mit einem iPhone ist dieses Update ein absolutes Muss.

Quelle: 9to5Mac

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