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iOS 26.5 Beta 2: Apple testet E2EE für RCS und bereitet Maps-Werbung vor

Die zweite Beta von iOS 26.5 zeigt Apples Prioritäten: Verschlüsselung für RCS, mehr Funktionen für Drittanbieter-Wearables in der EU – und Werbung in Apple Maps.

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Codekiste Redaktion13. April 2026

iOS 26.5 Beta 2: Apple feilt an Verschlüsselung, Maps-Ads und EU-Wearables

Apple hat die zweite Entwickler-Beta von iOS 26.5 und iPadOS 26.5 veröffentlicht, rund zwei Wochen nach dem letzten Update. Wer auf revolutionäre Siri-Funktionen gehofft hat, wird enttäuscht: Die intelligenten Sprachassistenten-Features verschieben sich offenbar auf iOS 27. Stattdessen zeigt das Update, wo Apple aktuell wirklich ansetzt – und welche strategischen Weichenstellungen laufen.

End-to-End Encryption für RCS: Der zweite Versuch

Bemerkenswert ist die Rückkehr der End-to-End Encryption (E2EE) für RCS-Nachrichten zwischen iPhone und Android-Nutzern. Apple hatte das Feature bereits in der iOS 26.4-Beta getestet, es aber vor dem öffentlichen Release entfernt. Dass es nun erneut auftaucht, deutet darauf hin, dass Apple an der Implementierung gearbeitet hat und E2EE für RCS als strategisches Feature betrachtet. In einer Zeit, in der interoperable Verschlüsselung immer mehr zum Standard wird, wäre ein Rollout ein starkes Signal – auch gegenüber Regulierern, die Apple zu mehr Offenheit drängen.

Werbung in Apple Maps: Die Kommerzialisierung schreitet voran

Ein weiteres Detail, das untergeht: Apple legt mit iOS 26.5 den Grundstein für Werbung in der Maps-App. Konkret gibt es ein neues „Suggested Places“-Feature, das Standortempfehlungen basierend auf Trends und Suchverläufen anzeigt. Der Übergang von personalisierten Empfehlungen zu bezahlten Placements ist fließend – und es wäre nicht das erste Mal, dass Apple einen solchen Weg einschlägt. Nach Ads im App Store und in der TV-App wäre Maps die nächste logische Erweiterung. Für Nutzer bedeutet das: Mehr kommerzielle Inhalte in einer App, die bisher als werbefreie Alternative zu Google Maps galt.

EU-Wearables bekommen mehr Funktionen

In der Europäischen Union testet Apple neue Funktionen für Drittanbieter-Wearables: Proximity Pairing, Notification Forwarding und Live Activities sollen Smartwatches und Kopfhörer von Drittherstellern auf eine Stufe mit Apple Watch und AirPods stellen. Das ist kein Zufall – es ist eine direkte Reaktion auf den Digital Markets Act (DMA), der Apple zur Öffnung seines Ökosystems zwingt. Praktisch heißt das: Fitbit, Galaxy Watch und Co. könnten bald deutlich tiefer in iOS integriert werden. Für Nutzer ist das ein Gewinn, für Apple eine strategische Notwendigkeit.

Kein Siri-Upgrade: Die Sprachassistentin bleibt zurück

Dass iOS 26.5 keine neuen Siri-Fähigkeiten bringt, ist ein offenes Eingeständnis: Apples KI-Strategie hinkt hinterher. Während Google und OpenAI ihre Assistenten rasant weiterentwickeln, verschiebt Apple die überfälligen Siri-Verbesserungen auf iOS 27 – voraussichtlich auf der WWDC im Juni. Das Risiko: Nutzer gewöhnen sich an leistungsfähigere Alternativen, während Apple auf der Stelle tritt.

Fazit: Evolution statt Revolution

iOS 26.5 ist ein Update der kleinen Schritte: E2EE für RCS stärkt die Sicherheit, Maps-Ads zeigen Apples kommerzielle Ambitionen, und die EU-Wearables-Integration ist regulatorisch bedingt. Revolutionär ist nichts davon – aber strategisch aufschlussreich. Apple baut sein Geschäftsmodell um, reagiert auf regulatorischen Druck und sichert sich ab. Die großen Sprünge? Die kommen frühestens mit iOS 27.

Quelle: MacRumors

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